Eichendorff-Gymnasium Bamberg

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Jugend forscht

Seit vielen Jahren benutzen Schülerinnen am Eichendorff-Gymnasium das Praktikum: „Naturwissenschaftliches Experimentieren“ als Sprungbrett für Forschungsarbeiten in den Bereichen Biologie, Chemie, Physik und Informatik. Mit diesen treten sie bei deutschlandweiten Wettbewerben wie „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ an.

Teams des Eichendorff-Gymnasiums präsentieren dort ihre über Monate hinweg erarbeiteten Themen, stellen sich einer kritischen Jury und kehren häufig mit Auszeichnungen dekoriert nach Hause zurück. Meist werden auf der Heimfahrt bereits neue Themen diskutiert und der nächstjährige Wettbewerb ins Auge gefasst. Zahlreiche Auszeichnungen, Regionalsiege und Prämierungen aller Art zeugen von einer regen Beteiligung und großem Interesse der Schülerinnen am Lösen wissenschaftlicher Problemstellungen.

Wir freuen uns über jeden Neuankömmling in unserem Praktikum, zumal es meist nicht nur beim Reinschnuppern bleibt, sondern häufig aus anfänglicher Neugier eine Tätigkeit über Jahre hinweg erwächst. Anfänglich lernt man richtig zu experimentieren, z.B. den Umgang mit Chemikalien und entsprechende Versuchstechniken und im 2. Jahr geht’s dann mit dem Bearbeiten einer naturwissenschaftlichen Aufgabenstellung richtig los.

Allerdings sollte man in Zeiten des G8 mit zunehmendem Nachmittagsunterricht nicht verhehlen, dass es für Schülerinnen aus Zeitgründen immer schwieriger wird, sich einem freiwilligen Wahlunterricht anzuschließen. Bleibt zu hoffen, dass letztendlich der Forschergeist über dem Zeitmangel siegt.

Beispiele für Projektarbeiten der vergangenen Jahre

2010: „Energy-Drinks – Wahrheit oder Lüge?“

Anna-Lena Müller und Laura Badum widmeten sich in diesem Jahr der Frage, ob Energy-Drinks tatsächlich „Power geben“. Dabei musste die gesamte 9a mithelfen. Die Schülerinnen entwarfen hierfür Aufgaben und testeten die Schnelligkeit der Teilnehmerinnen mit und ohne „legaler Droge“. Ergebnis: Diese Drinks helfen wirklich! Aber: Gesund sind sie nicht, da sie meistens mit sehr viel Zucker oder Süßungsmittel versehen sind. Daher muss etwas Neues her, dachten sich die beiden. Sie mixten ihre eigene Energiebombe: Biogy. Hierbei tüftelten sie lange an dessen Inhaltsstoffen. Schließlich entstand ein gesundes Getränk, das nicht nur gut schmeckt sondern auch ab und an aus einem Müdigkeitstief befreien kann!

2009: „Malen wie die Höhlenmenschen“

Was als Thema im Kunsterziehungsunterricht angesprochen wurde ließ Tanja Stoppa und Lea Dohles keine Ruhe. Sie sammelten selbst Pflanzen und stellten daraus Malfarben her – die sie natürlich auch benutzen. Ihre Kunstlehrerin Frau Weidner und die ganze Klasse 6c halfen dabei mit. Natürlich musste dieser Fleiß auch belohnt werden: Beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ gewannen sie einen Sonderpreis: Ein cooles Jufo-Spiel, was man sonst nirgendwo kaufen kann!

2008: „Computer versus Mensch – Wer hört besser?“

Kann ein Computer erkennen, welches Musikinstrument gerade spielt? Sandra Hinz experimentierte, programmierte und forschte mehrere Monate lang an ihrem Thema und hatte dabei so manches Problem zu lösen:

  • Mit welchem Mikrophon erhält man die besten Aufnahmen?
  • Was ist der Header einer Wave-Datei und wie kann man ihn umgehen?
  • Wie gestaltet man den Stand beim Wettbewerb ansprechend und professionell?

Diese und weitere Fragen löste sie mit viel Elan und Kreativität und ihr Engagement wurde belohnt. Sandra gewann im Fachbereich Mathematik / Informatik den Wettbewerb „Jugend forscht“ der oberfränkischen Schulen. Und auch beim Landeswettbewerb der Regionalsieger aus ganz Bayern überzeugte Sandra und schaffte mit einem 3. Platz den Sprung auf das Siegerpodest.

Das Eichendorff-Gymnasium Bamberg ist stolz auf seine erfolgreichen Jungforscherinnen und freut sich über die mit viel Einsatz erzielten Leistungen.

Tanja Scherbel, Monika Kroack