Das Tagebuch des Simon Laub - Lektüreprojekt im
Katholischen Religionsunterricht der Klasse 8c
Im Rahmen des Lehrplanthemas „Sekten auf dem Prüfstand“ las die Klasse 8c den
Thriller „Die Warnung“ von Jürgen Banscherus. Dazu erstellten die Schülerinnen
selbstständig einen Blog, der aus Sicht des Protagonisten Simon Laub verfasst wurde.
Eigens gezeichnete Bilder vervollständigten das „moderne Tagebuch“.
Der ganze Blog kann unter folgender Internetadresse nachgelesen werden:
http://simons-tagebuch.tumblr.com/
Hier ein kleiner Auszug:
22nd May 2011
Liebes Tagebuch,
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heute war ich mit Mirjam und Ingrid im West-Hotel bei der Thomas-Bruderschaft.
Ich hatte gehofft, dass wir uns nicht so weit nach vorne setzen würden, aber Mirjam
und Ingrid gingen bis vor in die 4. Reihe, was ich nicht sehr toll fand. Ingrid und
Mirjam legten sich weiße Schals mit einem ‚T‘ und einem Fischsymbol um den Hals.
Hinter einem Stehpult saßen zehn Männer mit einem violetten Schal an einem großen Tisch.
Mirjam hat mir erklärt, dass das die Ältesten seien. Sie leiten die Gemeinde. Hinter
ihnen war ein großes Gemälde, dass Will Morgan, den Gründer der Gemeinde zeigte.
Dann kam Bruder Bernhard in den Saal. Er trug einen roten Schal. Hinter ihm lief
ein Mädchen, das sich zum Tisch der Ältesten setzte. Als Bruder Bernhard etwas sagte,
riefen ihm alle nach. Dann begann die Musik und alle sind aufgesprungen und haben
angefangen zu tanzen! Das war wirklich komisch, und ich musste mich bemühen sitzen
zu bleiben. Ich glaube, alle haben mich angestarrt, weil ich der Einzige war, der
sitzen geblieben war. Das war mir sehr unangenehm. Zum Glück ging die Musik aus und
alle haben sich wieder hingesetzt. Bruder Bernhard hat dann gepredigt und jeden aus
der Gemeinde angeschaut – auch mich. Und dann ist mir das Mädchen aufgefallen. Sie
war wunderschön. Viel hübscher als Nora! Nach der Predigt ist Bruder Bernhard zu uns
gekommen und Mirjam wollte, dass er mich segnete. Aber ich wollte es nicht und bin
zurückgewichen. Dann haben Mirjam, Ingrid und ich den Saal verlassen. Dort stand das
Mädchen. Sie heißt Theresa und ihr Vater ist Bruder Bernhard. Zusammen wohnen sie im
West-Hotel. Im Auto erzählte mir Mirjam noch einiges: Theresa durfte nur am Ältesten
Tisch sitzen, weil sie eine sogenannte ‚Auserwählte‘ sei und vielleicht Menschen heilen
könne. In der Gemeinde bestimmen die Männer. Und das ‚T‘ am Schal bedeutet Thomas-Bruderschaft
und das Fischsymbol Christus. Zu Hause habe ich dann Theresa angerufen… aber sie
war nicht daheim….
Simon
Besuch des Christine-Denzler-Labisch Haus in Bamberg
Die Klassen 10a und 10b besuchten am 6. April 2011 das Hospiz in Bamberg.
Dabei erhielten die Schülerinnen einen Einblick in folgende drei Institutionen:
Palliativstation und SAPV , Hospizverein und Hospiz-Akademie.
In jeder dieser drei Einrichtungen erhielten die Schülerinnen durch engagierte
Mitarbeiter und Ehrenamtliche nicht nur einen Einblick in die jeweilige Tätigkeit
(Palliativmedizin, Psychologie), sondern hatten auch die Möglichkeit, sich selbst
mit Sterben und Tod auseinanderzusetzen. Insbesondere das Gespräch mit den ehrenamtlichen
Sterbebegleiterinnen, die offen über Ängste, Anstrengungen und fröhliche Momente
berichteten, war für die Schülerinnen von großem Interesse.
Kreative Auseinandersetzung mit Bibelstellen des Alten Testaments:
David und Goliat (1 Sam 17, 1-58)
Julika Gagel
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Yessica Höpfl
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Natalie Cedl
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Emma Schneider
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Studientag 2010 in der Aula der Universität Bamberg
„Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und würd´ er
in Ketten geboren“ (Schiller 1797)
So umschrieb Schiller das, was heute als so genannte Willensfreiheit in Wissenschaft
und Theologie heftig diskutiert wird. Ist der Mensch in seinen Entscheidungen wirklich
frei? Oder ist die Freiheit des menschlichen Willens ein bloßes Gefühl, das ausschließlich
auf neuronale Gehirnaktivitäten zurückgeführt werden kann?
Unter der Fragestellung
„Wie frei bist du wirklich?“
- Hirnforschung – eine Provokation für die Theologie?
fand am 28.Oktober 2010 in der Aula der Universität Bamberg ein Studientag statt.
An dieser Veranstaltung für Oberstufenschülerinnen nahmen der Leistungskurs K13 und
zwei Kurse der Q12 teil.
Nach der Begrüßung durch Prodekan Prof. Korn und Herrn Franke führte Frau Prof.
Schambeck sf in das Thema ein. Darauf folgten zwei kurze Statements verschiedener
theologischer Fachrichtungen: Herr Prof. Weißer gab einen Überblick über den Bereich
Hirnforschung und stellte theologisch-ethische Reflexionen vor. Herr Prof. Kügler
zeigte auf, dass man an der Bibel lernen kann, mit Hirnforschung gelassen umzugehen,
denn „mit der Bibel ist es wie mit dem Gehirn ...“.
In den sich anschließenden Arbeitskreisen tauschten sich die Schülerinnen unter der
Leitung von Theologiestudenten/innen über das Dargelegte aus und vertieften einzelne
Inhalte. So wurde zum Beispiel ebenso über die Vereinbarkeit von Wissenschaft und
Theologie diskutiert, wie über mögliche Konsequenzen einer Determination durch neuronale
Gehirnaktivitäten. Wie sollte man mit Straftätern umgehen, deren Handeln nicht
selbstbestimmt ist? Kann man sie noch für Verbrechen verantwortlich machen? Gibt es ein
„Gottesgen“, das vorbestimmt hat, dass wir glauben? Oder können wir uns wirklich selbst
für und gegen den Glauben entscheiden?
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Unter der Leitung von Frau Prof. Schambeck sf wurden die Ergebnisse der Arbeitskreise
abschließend in einer Podiumsdiskussion vorgetragen. Drei Schülerinnen konnten hierbei
den beiden Professoren Weißer und Kügler Fragen stellen, die diese zu beantworten versuchten.
Dabei wurde deutlich, dass die Postulate der Hirnforschung Theologie herausfordern, was nicht
letztlich im christlichen Gottes- und Menschenbild begründet ist: Freiheit wird als Geschenk
und Liebes- bzw. Vertrauenserweis des Schöpfergottes erachtet, wodurch erst humanes, gutes
Handeln möglich ist. Mit diesem (Glaubens-) Wissen kann sich jeder Mensch als von Gott gewolltes
und v.a. Verantwortung tragendes Geschöpf ansehen.
Die Zukunft wird zeigen, welche Optionen Theologie auf Freiheit eröffnen kann, und wie sich
dadurch die Sicht auf den Menschen, auf die Welt und auf ethisches Handeln verändert.
Materialien zu dieser Veranstaltung können unter dem Link:
Studientag 2010 heruntergeladen werden
Eva Obermeyer