Diesen Titel tragen 667 Schulen im Bundesgebiet und 75 Schulen in Bayern.
Seit Juni 2009 ist das Eichendorff-Gymnasium eine „Schule ohne Rassismus - Schule mit
Courage“. Um diesen Titel zu erreichen, mussten sich mindestens 70 % der Schüler und
Schulangestellten dazu verpflichten, sich gegen Mobbing und Rassismus einzusetzen.
Das in diesem Zusammenhang gegründete „Schule-ohne-Rassismus-Komitee“ arbeitet
Projekte aus, leistet Aufklärungsarbeit und setzt sich dadurch dafür ein, dass
die Schule diesen Titel behalten kann.
Ansprechpersonen
Schülerinnen der SOR-SMC-Gruppe
Lehrkräfte:
StRin Alexandra Franze
StR Andreas Ismayr
Kontakt:
E-Mail: sor-smc-eg@web.de
oder über das
Sekretariat des Eichendorff-Gymnasiums
Das Engagement geht weiter
Mit dem Ende des 9-jährigen Gymnasiums verlässt ein äußerst engagierter Jahrgang
unsere Schule. Der Initiative einiger dieser Schülerinnen ist es unter anderem zu
verdanken, dass das Eichendorff-Gymnasium im Juni 2009den Titel „Schule ohne
Rassismus- Schule ohne Courage“ verliehen bekommen hat. Wie sehr den Schülerinnen
die Arbeit an diesem Projekt am Herzen lag, zeigte sich daran, dass sie trotz
verkürzter Abiturvorbereitung für Planung und Durchführung von Veranstaltungen aktiv waren.
Kulturpädagogischer Tag 2011
|
Erfreulicherweise interessierten sich dieses Schuljahr viele Schülerinnen aus den
9. und 10. Klassen für die SOR-Arbeit und boten ihre Hilfe und ihre kreativen Ideen
an, so dass dieses Projekt weiter getragen wird. Daher konnten wieder einige
Veranstaltungen unter Federführung der SOR-Schülerinnen realisiert werden, wie die
Einladung zweier Referenten der Friedrich-Ebert-Stiftung im Januar, die sich
gemeinsam mit den 10. Klassen mit dem Thema „rechtsradikale Musik“ auseinandersetzten.
Zwei Schülerinnen der Klasse 10a werden im Juni in der Jugendbildungsstätte
Unterfranken an einem Coaching-Seminar für aktive Schülerinnen aus SOR-Gruppen
Bayerns teilnehmen.
Am 19. März fand der vom Kultur- Schulservice Bamberg organisierte
Kulturpädagogische Tag in der Konzert- und Kongresshalle statt. Auf dieser
Veranstaltung, die sich an Erzieher, Lehrer und Familien richtete und ein
vielfältiges Programm aufbot, waren die Schülerinnen der SOR-Gruppe vertreten,
um ihre Arbeit zu präsentieren.
Für den Juli sind des Weiteren ein Konzert mit Jugendbands an der Schule und die
Vorführung des Theaterstücks “Ich lieb’ dich doch auch”- ein Stück über
Ausländerfeindlichkeit- in den 9. Klassen geplant, die in Kooperation mit der
Wirtschaftschule Bamberg, die seit diesem Schuljahr ebenfalls das offizielle
Prädikat „SCHULE GEGEN RASSISMUS“ verliehen bekommen hat, stattfinden wird.
Alexandra Franze und Andreas Ismayr
Die diesjährige Aktion am Fest der Demokratie (4.und 5. Juni 2010)
„Das Schweigen von gestern rechtfertigt nicht das Schweigen von heute“ Mit diesen
Worten leitete Anne Koller das Statement des Eichendorff-Gymnasiums als SOR Schule
bei dem Fest der Demokratie (05.06.2010) an der Weide ein, um dem NPD-Parteitag das
Zeichen einer vorhandenen freiheitlich-demokratischen Zivilgesellschaft entgegenzusetzen.
Die Beteiligung an der Menschenkette tags zuvor, ein Tanz gegen Schweigen und Ausgrenzung
und ein Informationsstand an der Weide bildeten das diesjährige Projekt unserer Schule,
das wir gemeinsam mit dem Franz-Ludwig-Gymnasiums auf die Beine gestellt haben.
Der Festakt mit Titelverleihung am 22.07.2009
Im Vorfeld des großen Festaktes im Hof der Schule fanden verschieden
Workshops für die Schülerinnen zu Themen wie zum Beispiel Menschenrechte
oder Mobbing statt.
Die Klasse 11a hatte diesen Workshop-tag im Sozialkundeunterricht geplant
und selbstständig organisiert. Die Klasse 10c führte durch ihre
Ausstellung mit dem Titel „Diskriminierung“, die in
Zusammenarbeit der Fächer Sozialkunde und Geschichte entstand.
Übergabe der Plakette
|
Patin Ursula Sowa Stadträtin der Grünen und ehemalige Schülerin
|
Austellung der Klasse 10c
|
Ansprachen und Feier im Schulhof
|
Pate Band Red Bricks
|
Workshop über Schimpfwörter
|
Workshop zum Thema: Wie ist es auf andere angewiesen zu sein?
|
Die Motivation SOR-Schule zu werden
Die Idee, sich als Schule ohne Rassismus und mit Courage zu verpflichten,
entstand, als wir uns inhaltlich mit dem NPD-Parteitag, der am 25. Mai 2008 in Bamberg
stattfand, auseinandersetzten, und einen Beitrag am Fest der Demokratie leisten wollten.
Stand am Fest der Demokratie am Maxplatz 2008
|
Stand am Fest der Demokratie am Maxplatz 2008
|
Allgemeine Informationen zur SOR-Schulen
Wie entstand „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"?
Die Idee für eine "SOR - SMC" wurde 1988 von SchülerInnen und JugendarbeiterInnen
in Belgien entwickelt. Sie wollten praktisch etwas tun für eine offene Auseinandersetzung
mit Diskriminierung aller Art. Inzwischen beteiligen sich hunderttausende Schülerinnen
und Schüler in Belgien, den Niederlanden, Österreich, Spanien und Deutschland an dem
Projekt.
AKTIONCOURAGE wurde 1992 von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Vereinen
und Einzelpersonen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und politischen Lagern als
eine Antwort auf den gewalttätigen Rassismus in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und
Rostock gegründet. Im gesamten Bundesgebiet haben sich inzwischen über 60 lokale
und regionale Organisationen AKTIONCOURAGE angeschlossen.
Die Arbeit der Bundeskoordination von SOR-SMC wird gefördert durch:
- Bundeszentrale für politische Bildung
- XENOS - Leben und Arbeiten in Vielfalt
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales
- Medienanstalt Berlin-Brandenburg
- Der Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der GEW Landesverband GEW Hauptvorstand
- Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Schritte zu einer SOR - SMC
- Beschaffen von Informationen (Start Info bei der Bundeskoordination)
- Teambildung, Gründung einer Schülerinitiative
- Werbung in den Klassen
- Unterschriftenaktion (mind. 70% Schüler, Lehrer, Mitarbeiter)
- Abschicken der Unterschriften an die Bundeskoordination
- Suche nach einem geeigneten Paten
- Vorbereitung des Festakts zur Titelverleihung, Sponsorensuche
- Titelverleihung
- Entwicklung und Umsetzung von Projekten zum Thema Diskriminierung
- Berichterstattung über Aktivitäten ein Mal im Jahr
Was wird unterschrieben?
Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule
wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu
entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen
ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer
offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig
einander zu achten.
Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum
Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von
Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.
Wir hoffen, dass unsere Schule den Titel behalten wird und freuen uns auf weitere
Vorschläge und Ideen zu neuen Projekten.
Das Schule-ohne-Rassismus-Komitee, Alexandra Franze und Andreas Ismayr