Den Ursprung der Schule findet man im Jahre 1880, als der damalige
Töchterschulverein im Erthalhof in der Unteren
Karolinenstraße 24 Schulräume anmietete, um dem gewachsenen Bedarf einer
nichtklösterlichen Mädchenschule gerecht zu werden.
Zu Beginn wurden 108 Schülerinnen unterrichtet.
Bald konnte man das Anwesen Vorderer Bach 6, den so genannten Guttenberghof,
erwerben, das bis zur Errichtung des jetzigen Gebäudes zunächst die
Vereinsschule
bis zum Jahre 1918 nutzte. 6 Klassen und 4 Parallelzüge waren dort untergebracht,
gleichzeitig noch bis 1928 auch die Berufsschulverwaltung und das Stadtschulamt.
Seit dem Erlass der staatlichen Schulordnung für höhere Mädchenschulen im Jahre
1911 durfte sich die Schule Höhere Mädchenschule
nennen; es fand Physik- und Chemieunterricht statt.
Die Stadt Bamberg übernahm schließlich im Jahr 1918 die Schule, die sich ab 1924
Städtisches Mädchenlyzeum nennen durfte, nachdem
die 4-klassige Vorschule ab 1922 abgebaut worden war. An die 6. Klasse war seitdem
eine einklassige Frauenschule angeschlossen. Im Jubiläums-Schuljahr 1929/30 wurden am Lyzeum 134 und an der
Frauenschule 27 Schülerinnen unterrichtet.
Das im Jahre 1938 erlassenen Unterrichtsverbot für klösterliche Lehrkräfte
brachte eine Verdopplung des Lehrkörpers der so genannten
Bachschule. Der langjährig
praktizierte Schichtunterricht entfiel. Statt dessen nutzte man in Kräfte zehrendem
Pendelverkehr zugewiesene Räume des damals aufgehobenen Englischen Instituts.
Der Zweite Weltkrieg brachte viele Einschränkungen des Unterrichtsbetriebes.
Nach dessen Ende hatten die Amerikaner gar ein Seuchenlazarett eingerichtet und es
kostete ein hartes Ringen, bis das Gebäude wieder für Schulzwecke freigegeben wurde.
Fr. Dr. Annemarie Schalast
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Seit 1945 war neben der nun genannten Mädchenoberrealschule
und der sich zu drei Klassen entwickelnden Frauenfachschule auch die Mädchenmittelschule
im Vorderen Bach untergebracht. Das hatte wieder Schichtunterricht zur Folge. Genutzt
wurden ferner das Dachgeschoss, sowie Räume der Martinsschule und der Domschule.
Für die inzwischen herangewachsene Abiturklasse des aus der Mädchenoberrealschule
hervorgegangenen Realgymnasiums wurde im Anwesen Vorderer Bach 4, dem heutigen
Barockhotel, ein Studienraum angemietet. Trotz aller Beengtheit schloss der
Guttenberghof alle Insassen wie eine Familie zusammen.
Als im Jahre 1958 Frau Dr. Annemaria Schalast die Schulleitung übernahm, waren
die wirtschaftlichen Voraussetzungen gediehen ein Neubauvorhaben anzustreben.
Sie war es auch, die 1965 den Namen Eichendorff-Gymnasium
für das neusprachliche und sozialwissenschaftliche Gymnasium der Stadt Bamberg
prägte, das in diesem Jahr in das neue Schulgebäude in der Kloster-Langheim-Straße
10 umzog. Die Attraktivität der Schule machte es schließlich erforderlich, dass
1977 ein Anbau mit Biologieräumen, Mehrzweckraum und Bibliothek fertig gestellt
und bezogen wurde.