Ende Juli machte sich zum zweiten Mal eine Jahrgangstufe auf den Weg nach Erlangen
um einen Einblick in die Vielfältigkeit medizinischer und technischer Berufe zu erhalten.
Die Schülerinnen erfuhren zum einen, dass der Unterrichtsstoff in der Realität zur
Anwendung kommt, zum anderen, dass es im Bereich der Medizintechnik eine Vielzahl
von interessanten Berufen gibt, die nicht zwingend ein naturwissenschaftliche Studium
zur Voraussetzung haben.
Herr König, Mitarbeiter in der Pressestelle, erfuhr vorab von unserem geplanten
Besuch und begleitete uns spontan mit zwei Praktikanten (Schüler der 9. Jahrgangsstufe),
die den untenstehenden Artikel verfasst und in der hausinternen Zeitung veröffentlicht
haben.
„Was kommt nach dem Abitur?"
Schulklassen des Eichendorff-Gymnasiums aus Bamberg zu Besuch im Siemens
Healthcare Trainingcenter und Forschungszentrum
Am Montag, 20.Juli, und Dienstag, 21.Juli, informierten sich die 10.Klassen des
sprachlichen, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Eichendorff-Gymnasiums aus
Bamberg über Perspektiven in medizinischen und technischen Berufen bei Siemens Healthcare.
Während ihres jeweils eintägigen Besuches lernten die jungen Frauen die Anwendung
und Funktion von Angiographie- (AX) und Computertomographie-Systemen (CT) kennen.
Theoretische Grundlagen und praktische Vorführungen im Versuchslabor für
„Elektromagnetische Verträglichkeit“ (EMV) des Siemens-Forschungszentrums in Erlangen
Süd rundeten die Veranstaltung ab.
Pünktlich um neun Uhr rollte der Bus des Eichendorff-Gymnasiums Bamberg vor das
Trainingcenter in der Röthelheimparkallee. Schulungsleiter Ulli Jentz, Kursleiter
für Angiographie, begrüßte zusammen mit zwei medizinisch-technischen Assistentinnen
(MTA) die Gäste. In einer kurzen Darstellung erklärte er den Schülerinnen und ihren
begleitenden Lehrkräften verschiedene Möglichkeiten zur Berufsorientierung in
medizinischen und technischen Bereichen. Jentz informierte auch über das Healthcare
Schulungszentrum, in dem Techniker und Ingenieure aus der ganzen Welt ausgebildet
werden. Über 50 „Teacher“ sorgen täglich dafür, dass alle Siemens-Techniker die
medizinischen Systeme nicht nur in Betrieb nehmen und bedienen, sondern auch
reparieren und warten können. Dann teilte sich die Gruppe in zwei Teams auf.
Der ersten Gruppe wurden Beispiele am CT erklärt und gezeigt, in der anderen
Gruppe bekamen die Schülerinnen die Grundlagen der Angiographie vermittelt.
Nachmittags fuhren die Schülerinnen mit ihren Begleitern in das Forschungszentrum
der Siemens AG für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) in Erlangen-Süd.
Am Ende des Tages zeigten sich die Lehrkräfte begeistert: „Für uns war es wichtig,
dass unsere Schülerinnen einen Einblick in die Berufswelt gewonnen haben. Hier und
heute erfuhren sie, dass der Unterrichtsstoff auch in der Realität existiert."
Ulli Jentz, der Mitglied des Elternbeirats des Eichendorff-Gymnasiums ist und
dadurch den Kontakt zustande brachte, zeigte sich zufrieden: „Es ist immer ein
großer Aufwand solche Veranstaltungen zu planen und zu koordinieren. Wir müssen
sehen, ob wir das in Zukunft wiederholen können. Wichtig ist für mich, dass die
Schülerinnen etwas gelernt haben. Vielleicht entscheidet sich ja die ein oder andere
für einen technischen oder medizinischen Beruf. Dann hat sich das ganze gelohnt."
Claudia Schultz