Das Theater boomt 2010/11 am Eichendorff-Gymnasium
Neben den beiden Theater-AGs, der Basisgruppe Theater-AG I, in der die Grundfertigkeiten
des Theaterspielens vermittelt werden, und der Theater AG II der Jahrgangsstufen 6-10
agieren im laufenden Schuljahr der letzte Grundkurs „Dramatisches Gestalten“ der KS13
sowie das Projektseminar Theater der Q12.
Die lustigen Weiber von Windsor (Aufführung 2009 im EG)
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Die lustigen Weiber von Windsor (Aufführung 2009 bei den Schultheatertagen)
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Die Entdeckung des Chaos - ein Pedant im Theaterseminar
Man könnte sich fragen, wie jemand wie ich, der von gewissen Ressentiments gegenüber
Gruppenarbeit geprägt ist und gerne nach strikten Plänen handelt, im Theaterseminar
gelandet ist. So kam es dazu: Da ich weder Hunde hypnotisieren, noch Experimente zur
Fahrphysik durchführen wollte und zudem gänzlich unmusikalisch bin, war meine Auswahl
von vornherein eher beschränkt. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich dann für
das Theaterseminar. Ich muss zugeben, dass es mich gereizt hat einmal etwas völlig
Neues auszuprobieren. Ich war gespannt auf das, was mich erwartete.
Zu Beginn des Theaterseminars fühlte ich mich ziemlich deplatziert. Ich fand es
komisch im Raum herum zu laufen und Worte vor mich hin zu brabbeln, imaginäre
Gegenstände zu tragen oder die Luft anzubrüllen. Ich hatte ständig das Gefühl etwas
falsch zu machen. Das liegt sicherlich an meinem perfektionistischen Gemüt, denn
wenn ich nicht genau weiß, wie man etwas macht und nicht einschätzen kann, ob das,
was ich mache, richtig ist, fühle ich mich unwohl. Ich war erleichtert als wir dann
die Theaterstücke aus den Spielplätzen zusammenfassen sollten. Endlich etwas, was
ich konnte.
TICKTANIC – Der Untergang der Märchenwelt (Aufführung 2011 im EG)
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Nachdem wir dann die Entscheidung getroffen hatten selbst ein Theaterstück zu
entwickeln, fingen wir an über das Thema zu diskutieren, Konzepte zu ent- und
verwerfen. Mittlerweile hatte ich mich sogar an die Aufwärmübungen gewöhnt und
sie machten mir fast ein bisschen Spaß. Auch die Idee Märchen abzuwandeln fand
ich sehr gut. Es folgten endlose Diskussionen über unseren roten Faden, die
Rahmenhandlung und unsere Message. Die eher chaotischen Zustände bei der
Ausarbeitung waren mir etwas suspekt. Bei jeder zweiten Frage hieß es „das
ergäbe sich beim Spielen.“ Ich war sehr skeptisch, ob das alles so funktionieren
würde, aber dann sagte ich mir, dass die langjährigen Mitglieder der Theatergruppe
ja wissen müssen was sie tun.
Ich machte mich, meistens gemeinsam mit Lisa, daran „Dornröschen“ in Dramenform
umzuschreiben, die Geschichte immer wieder zu verändern bis die endgültige Version
abgeschlossen war. Auch die Aschenputtel- und die Schneewittchenabwandlung wurden
geschrieben, Übergänge geschaffen und unser Theaterstück war endlich fertig. Die
Rollen wurden verteilt und die Proben begannen.
Das Proben hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich wusste zwar immer noch nicht,
wie ich manches machen oder bestimmte Anweisungen umsetzen sollte, aber ich
beschloss nicht mehr darüber nachzudenken, was und wie ich etwas mache, sondern
einfach intuitiv zu handeln.
Bei unserer Probe in den Ferien wurde mir klar, wie sehr wir als Gruppe
zusammengewachsen waren. Am Anfang saßen wir alle in verschiedenen Ecken
beäugten uns und arbeiteten in Grüppchen. An diesen zwei Tagen war davon
nichts mehr zu spüren. Wir halfen uns gegenseitig, gaben Tipps und lachten
gemeinsam.
Das Probenwochenende war dann zwar anstrengend, aber es war wirklich schön
zu sehen, dass aus unserem Chaos ein richtiges Theaterstück entstanden ist. Die
Aufführungen waren auch toll, das Spielen hat Spaß gemacht und die Reaktionen des
Publikums auf unser Stück waren auch bestens.
Zum Schluss muss ich sagen, dass mir das Theaterseminar sehr gut gefallen hat.
Wenn wir noch einmal wählen müssten, würde ich wieder die gleiche Wahl treffen.
Es war eine gute Erfahrung für mich einmal nicht ständig über alles nachzudenken,
die Dinge einfach auf mich zukommen zulassen. Ich fand es toll, das Theaterspielen
auszuprobieren. Oder um es mit Shakespeares Worten auszudrücken: All’s well
that ends well.
Agnes Glaas
Es werden im Schuljahr 2010/11 folgende Stücke zur Aufführung gebracht:
29./30. November 2010
GK Dramatisches Gestalten
„V Stücke"
Spielort: Eichendorff-Gymnasium
17./18. Januar 2011
Projektseminar Theater
„TICKTANIC – Der Untergang der Märchenwelt" (Eigenproduktion)
Spielort: Eichendorff-Gymnasium
9./10. Mai 2011
Theater AG II
Ken Campbell: „Mr Pilks Irrenhaus“
Spielort: Eichendorff-Gymnasium
Katrin Langfeld, Jürgen Schmidt